Wohin geht Bonndorf in der Kinderbetreuung?

Zum Besuch der Kita „Wunderfitz“ hatte jetzt die SPD Bonndorf eingeladen. Gemeinsam mit Leiterin Evelin Stegerer besichtigten die Gäste zunächst die Einrichtung, um dann die Zukunft der Kinderbetreuung in der Löwenstadt zu diskutieren. Die hochinformative Veranstaltung war Teil der Reihe „Wohin geht Bonndorf in…?“, die im Juli mit einem Stadtspaziergang der Genossen begonnen hatte und weiter fortgesetzt werden soll.

„Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit sieht, was wir hier tun“, sagte Stegerer gleich zu Beginn. Die Besucher konnten sich überzeugen, dass das zumindest Zweierlei ist: die Arbeit in der Krippe mit Kindern von ein bis drei Jahren sowie im Kindergarten mit Kindern von drei bis sechs Jahren, ob in Ganztags- oder Regelbetreuung. Dass dabei wohl zwei Erzieherinnen auf 10 Krippenkinder kommen, wurde von Krippenleiterin Ramona Steiß zumindest als ausbaufähig angesehen.

Vom Gruppenraum mit seinen Spielutensilien ging’s in den Waschraum mit Dusche und Wickeltisch und weiter in den Essens- und den Schlafraum, allesamt entsprechend der Bedürfnisse der Kinder ausgestattet, „zweckmäßig, aber nicht überfordernd“, wie Stegerer betonte. Dabei kam die Gruppe auch am Elternsprechzimmer vorbei, denn 100 Kinder seien 100 Familien oder 100 Themen; da gelte es im Gespräch zu bleiben – was mit weniger Bürokratie in anderen Bereichen möglicherweise noch besser gelänge.

Gekocht wird im Haus, und das abwechslungsreich, wie ein Blick auf den Essensplan in der Küche verriet; gespielt werden kann auch außer Haus, genauer im Außenbereich der Kita, der hier ein wenig größer sei als andernorts. Auch bei einem anderen aktuellen Thema, der Sprachförderung, stehen die Dinge offenbar gut: Während die Musikschule Singen, Bewegen und Sprechen unterrichte, unterstützten zwei Sprachförderkräfte den Spracherwerb, wie Katrin Amann von der Stadtverwaltung erklärte.

Bis 2022 sollen über das Gute-Kita-Gesetz von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) 5,5 Mrd. Euro in Kinderbetreuung investiert werden, wie SPD-Vorsitzender Peter Schallmayer mitteilte. Bedarf sahen die Anwesenden Bonndorf insgesamt in einer durchgängigen Betreuung in den Ferien und im Aufbau eines Horts für Kinder über sechs Jahren. Darüber hinaus regten die Genossen eine Beteiligung der ortsansässigen Firmen an der Kinderbetreuung an.

Auch abgedruckt in: Badische Zeitung vom 1. Dezember 2018

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