Spitaldiskussion

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter hat Landessozialminister Manfred Lucha anlässlich der Spitaldiskussion nach Bad Säckingen bzw. Waldshut eingeladen.

Mit großem Erstaunen habe sie den Brief des Ministers vom 19. Januar zur Kenntnis genommen. Zwar begrüße sie, dass der Minister Landesinvestitionen zur Ertüchtigung der Brandschutzmaßnahmen am Krankenhausstandort Bad Säckingen zusage. Vor dem Hintergrund des Kreistagsbeschlusses vom 11.11.2015 in dem sich der Kreistag Waldshut für zukünftig ein Krankenhaus an zwei Standorten ausgesprochen habe, sei sie allerdings „irritiert, dass das Land Baden-Württemberg unter Missachtung dieses demokratisch gefassten Kreistagsbeschlusses sich so eindeutig für den Bau eines Zentralklinikums im Landkreis Waldshut ausspricht“, so Rita Schwarzelühr-Sutter wörtlich in ihrem Schreiben. Die Entscheidung, ob ein Zentralklinikum gebaut werde o-der nicht, sollte in der Kompetenz der Kommunalpolitik liegen – eine Missachtung des Kreistagsbeschlusses halte sie daher für fatal.

Die topografische Situation im großen Flächenlandkreis Waldshut, der die Grenzregion zur Schweiz und Teile des Südschwarzwaldes umfasse mache die medizinische Versorgung der Bevölkerung lediglich an einem Standort sehr schwierig. „Bei der Konzentration bestimmter Leistungen verbunden mit der ärztlichen Versorgung und dem Notfalldienst in einem topografisch schwierigen Raum kann die räumliche Organisation auf zwei Standorte bei gutem Management durchaus qualitativ hoch-wertig und erfolgreich sein“, schreibt Rita Schwarzelühr-Sutter.

Damit sich der Minister persönlich ein Bild von den top-grafischen Besonderheiten im Landkreis Waldshut machen könne und sie ihm die schwierige Situation persönlich erläutern könnten, schließe sie sich Bürgermeister Alexander Guhl gerne an und lade den Minister nach Bad Säckingen bzw. nach Waldshut ein.

Der Kreistagsbeschluss vom 11.11.2015 sieht eine Spe-zialisierung an beiden Häusern im Rahmen eines gesamtmedizinischen Versorgungskonzepts vor: am Standort Waldshut die vorgesehene Schwerpunktentwicklung mit Profilierung als Grund- und Regelversorger für die Region mit kardiologischem, gastroenterologischem, neurologischem und chirurgischem Versorgungsschwerpunkt, in Bad Säckingen die Profilierung als Grund- und Regelversorger für die Region mit internistischem Schwerpunkt und Zentrum für Altersmedizin so-wie Zentrum für elektives Operieren.

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