SPD-Abgeordnete hat Adler im Blick

Bonndorf – Das Thema Nachhaltigkeit hat für die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium und SPD-Abgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter (Lauchringen) große Bedeutung. Gestern besuchte sie die Firma Adler Fleischwaren in Bonndorf. Im Blick hatte sie dabei vor allem die Energiezentrale des Unternehmens, die seit Dezember 2016 in Betrieb ist.

Firmenchef Peter Adler und der für die Anlage zuständige Leiter, Georg Meier, erläuterten bei einem Rundgang die Wirkungsweise und die Bedeutung der Anlage für die Eigenversorgung mit Strom. Peter Adler erklärte in diesem Zusammenhang, dass im Moment zu viel Wärme produziert werde. „Der geplante Solarpark würde uns im Sommer helfen, dann könnten wir den Strom für den Betrieb dort produzieren“, erklärte der Firmenchef. Das Blockheizkraftwerk könne dann abgeschaltet werden.

Derzeit stocke der Bau der Photovoltaikanlage trotz genehmigtem Bauantrag, weil die Bundes-Netzagentur auf dem Passus „unmittelbare Nähe der Anlage zum Unternehmen“ beharre. „An einer Lösung des Problems basteln wir noch“, so Peter Adler. Die Politikerin favorisiert den „pragmatischen Weg“, weist aber auch darauf hin, dass die Wettbewerbsbedingungen für alle fair und gerecht sein müssen.

Beeindruckt zeigte sich Rita Schwarzelühr-Sutter, dass Adler durch das neue Energiekonzept jährlich rund 800 000 Liter Heizöl einspart. Für gelungen hält sie auch das Projekt Nahwärmenetz Bonndorf Mitte, bei dem das Unternehmen seine Abwärme ins Netz einspeist. Peter Adler erläuterte den neuen Eisspeicher, der künftig als „große Batterie“ zur Speicherung von Energie und für das Kühlhaus genutzt werde. Die SPD-Politikerin sah sich in ihrer Meinung bestätigt, dass Unternehmen in der Region die Herausforderungen der Zukunft annehmen und innovative Techniken nutzen.

Die Bundestagsabgeordnete sieht in einer immer unsicherer werdenden Welt eines der Hauptthemen darin, Antworten zu finden, wie die Entwicklungen in Stadt und Land weitergehe. Die Mitarbeit an den Nachhaltigkeitsrichtlinien der Vereinten Nationen bezeichnete sie als ihr persönlich größtes Projekt. Die Firma Adler sieht sie hier durch das Energiekonzept auf einem guten Weg. „Die Geschwindigkeit bei der Lösung von Energie- und Verkehrsproblemen wird zunehmen“, ist sich Rita Schwarzelühr-Sutter sicher. An alten Technologien festzuhalten habe noch nie etwas gebracht.

Betriebsleiter Klaus-Josef Högg brachte die Nachhaltigkeit bei Rinder- und Schweinezucht in die Diskussion ein. „Wir verkaufen mit unseren Produkten auch ein Stück Landschaft.“ Angesprochen wurden auch Tierwohl, Vor- und Nachteile der Globalisierung, Qualität und Regionalität von Produkten. Högg regte ein jährliches Treffen mit der Politikerin zum Meinungsaustausch an. Ein Angebot, das sie gerne annahm.

Quelle: Südkurier vom 18. August 2017

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