Sozialdemokraten bewerten Wahlen

Bonndorf. Eine positive Bilanz der Bundestagswahl für die hiesige SPD haben die Sozialdemokraten während
der Mitgliederversammlung des Ortsvereins am vergangenen Donnerstag gezogen. Sowohl im Vergleich mit
dem Kreis habe man in der Löwenstadt besser abgeschnitten, als auch sei das Ergebnis in einzelnen Ortsteilen mit bis zu 29 Prozent (Wittlekofen) erfreulich. Das berichtete der Vorsitzende des Ortsvereins, Peter Schallmayer auf Anfrage dieser Zeitung. „Besonders hat uns gefreut, dass wir wieder stärker als die AfD waren, das war bei den Landtagswahlen ja nicht so“, so Schallmayer.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Bundestagskandidatin Rita Schwarzelühr-Sutter in Bonndorf gut ankäme. Bezogen auf die eigenen Einflussmöglichkeiten bei Wahlen, stellten die anwesenden Parteimitglieder fest, dass
die Organisation im Kernteam des Ortsvereins gut funktioniere. Auch der Tür zu Tür Wahlkampf sei fast durchweg
positiv gewesen, den hätte man nur noch besser ankündigen können. „Schön wären halt mehr Genossen“, sagte Schallmayer.

Mit der Präsentation der Bundes-SPD war man in Bonndorf nur teilweise zufrieden. Kritikpunkte gab es unter anderem für das „sehr allgemeine Thema soziale Gerechtigkeit in einer Zeit, in der es den meisten Leuten wirtschaftlich gut geht.“ Die vielen Unterpunkte seien für die Wähler unübersichtlich gewesen. Auch habe sich der EU-Spitzenpolitiker Martin Schulz künstlich klein gemacht, als ehemaliger Bürgermeister von Würselen.

In Bonndorf wolle man sich weiterhin auf die Themen vor Ort konzentrieren. Beispielsweise sollten SPD-Stammtische, die man inzwischen auch in den Ortsteilen macht, fortgeführt werden. Auch Aktionen, wie die Bodenzeitung, bei der Bürger anzeigen konnten, welche Themen sie beschäftigen, wurde
positiv bewertet. Punkte wie Geschwindigkeitsbegrenzung, Jugendherberge, Biogasanlagen und Ärzteversorgung
wurden dabei zur Sprache gebracht. Aber auch die Bundesthemen wie soziale Gerechtigkeit, Mindestlohn und Managergehälter beschäftigten die Bürger. Auch solle es weiterhin Aktionen außerhalb der Wahlkampfzeiten geben, wie etwa ein gemeinsamer Besuch am diesjährigen Weihnachtsmarkt.

Bemerkenswert fanden die hiesigen Sozialdemokraten, dass beim Parteitag in Donaueschingen eine Jugendquote
beschlossen wurde. „Wir freuen uns, dass auch wir zwei Jusos in unseren Reihen haben“, so Schallmayer. Die
Hauptversammlung wird der Bonndorfer Ortsverein im Frühjahr abhalten, wofür diese Mitgliederversammlung
auch eine Vorbereitung sein sollte. Schallmayer, inzwischen umgezogen nach Höchenschwand, könne den hiesigen
Ortsverein dennoch weiterführen, meinten die Genossen.

Quelle: Südkurier vom 5. Dezember 2017

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