Martin Schulz beschert SPD in Bonndorf Mitglieder

Frohe Kunde gab es bei der Hauptversammlung der SPD Bonndorf: Der Ortsverein ist um drei auf nun 27 Mitglieder angewachsen. „Das ist eine Steigerung um 12,5 Prozent“, freute sich der Vorsitzende Peter Schallmayer und überreichte Neumitglied Volker Klöppel das Parteibuch: „Wir sind das Rotwild im Schwarzwald, und du bist jetzt ein Teil davon.“

Damit zähle man zwar noch immer zu den kleineren Ortsvereinen, verfüge aber über besonders treue Mitglieder. So ehrte die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, die anwesenden Hans Schultz für 30 Jahre sowie Tilman Frank und Michael Kaufmann für 20 Jahre. Zudem dankte sie in Abwesenheit Georg Brecke und Wolfgang Schönberg für ihre jahrzehntelange Treue.

In seinem Bericht blickte Schallmayer auf vergangenen Monate zurück, das Sommerfest und den Weihnachtsmarktbesuch ebenso wie die jüngste Bodenzeitung und den Stammtisch jeden ersten Donnerstag im Monat. Gerade bereite man das Projekt „120 Jahre SPD Bonndorf“ vor. „Wir bitten alle, die über Informationen zu unserer Geschichte seit 1905 verfügen, sich bei uns zu melden“, sagte er. Melden könne man sich zum Beispiel über die neue Internetseite (www.spd-bonndorf.de).

In seinem Bericht sprach sich Gemeinderat Tilman Frank für den Neubau des Schmidt’s Markts in der geplanten Größe aus und rief dazu auf, sich an das ab Juli geplante Breitbandnetz anschließen zu lassen. Die neue Straßenbeleuchtung in Bonndorf spare Energie und Kosten bei gleichzeitig hellerem Licht. Der Wohnmobilstellplatz, seit Jahren von der SPD gefordert, sei nun endlich Realität. Wie sich der neue Hauptbusparkplatz in der Schwimmbadstraße bewähre, bleibe abzuwarten.

Als Kreisrat informierte Frank auch über das geplante Zentralkrankenhaus und die neue Biotonne ab 2019 für alle, die keine Kompostierung nachweisen können. Mehr als 2,5 Millionen Euro nehme der Kreis in die Hand, um die Ausbildung von Installateuren an den beruflichen Schulen zu ermöglichen.

In der anschließenden Aussprache lobte Beatrice Glienke die Kleinkindbetreuung in Bonndorf, wies aber auch auf die ungenügende Schülerferienbetreuung hin. Rolf Gantert hingegen bemängelte den erlahmten Ausbau der Windkraft in Bonndorf aufgrund des Rotmilans, was Siggi Duffner zu der Frage führte: „Schaffen wir die Energiewende denn noch?“

Genau darauf kam am Ende Schwarzelühr-Sutter zu sprechen. Offensichtlich bestehe ein Zielkonflikt bei den Erneuerbaren Energien. Es gelte jedoch, Naturschutz und Klimaschutz zusammenzubringen. Soziale Gerechtigkeit und sogar Frieden seien nur in einer intakten Umwelt möglich, in der niemand gezwungen sei, seine Heimat zu verlassen. „Lasst euch auch deswegen vom Schulz-Zug mitnehmen, damit wir im September gemeinsam in den Kanzleramtsbahnhof einfahren.“

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