Interview: Sommertour

„Urlaub am Hochrhein“ – unter diesem Motto begaben sich Dr. Peter Schallmayer und Nico Kiefer in den vergangenen Wochen auf Sommertour durch den Wahlkreis 59 Waldshut-Rheinfelden. Der Schwerpunkt lag dabei auf Zielen, die zeigen sollten, dass auch die Hochrhein-Region nahe der Schweizer Grenze immer eine Reise wert ist. Im Interview berichten die SPD-Bewerber um die Landtagskandidatur von den Erfahrungen, die sie während ihrer Tour gemacht haben.

Herr Kiefer, Herr Dr. Schallmayer, Sie sind in den vergangenen Wochen auf Sommertour durch den Wahlkreis Waldshut-Rheinfelden gegangen. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Nico Kiefer: Es ist eine schöne politische Tradition, die Sommerpause für intensivere Begegnungen mit Menschen vor Ort zu nutzen. Genau das wollten wir auch tun.

Peter Schallmayer: Ja, wir wollten frei von den üblichen Zwängen in einen Austausch kommen, denn außerhalb der Ferienzeit ist die Hektik ja oft eine ganz andere. Daneben wollten wir uns auch als Bewerber um die Landtagskandidatur 2021 vorstellen.

Warum haben Sie Ihre Tour unter das Motto „Urlaub am Hochrhein“ gestellt?

Peter Schallmayer: In Zeiten von Corona wollten wir Verantwortung zeigen und deutlich machen, dass auch unsere Heimat am Hochrhein ein wunderbares Ferienziel ist. Und da in den vergangenen Monaten auch hier viele touristische und gastronomische Einrichtungen sehr gelitten haben, wollten wir den Blick auf sie lenken und sie während der Tour nach Kräften unterstützen.

Nico Kiefer: Das war unter anderem auch der Grund, warum wir nach unseren Programmpunkten gemeinsam auf ein Getränk oder eine Mahlzeit eingekehrt sind. Es waren übrigens oft die ersten Führungen nach dem Lockdown überhaupt, die für oder mit uns durchgeführt wurden.

Wie haben Sie die Ziele Ihrer Tour ausgesucht?

Nico Kiefer: Zwischen Jestetten und Herten gibt es so viele schöne Orte am Hochrhein! Zum Teil haben wir da auf die Expertise der SPD-Ortsvereine vertraut, etwa beim Radfahren in Karsau oder beim Minigolfen in Rheinheim. Dafür sind wir unseren Genossinnen und Genossen sehr dankbar.

Peter Schallmayer: Zum Teil haben wir uns auch von unseren eigenen Interessen leiten lassen, zum Beispiel beim Rundgang durch die Reben im Steinacker oder bei der Führung durch die Ruine der Küssaburg. Es war ja auch unser Sommerurlaub, den wir hier verbracht haben.

War Ihre Tour ein reines Ferienprogramm?

Peter Schallmayer: Die Atmosphäre sollte möglichst zwanglos sein, das schon. Aber erfahrungsgemäß entspinnen sich gerade dann auch die interessantesten politischen Gespräche. Und tatsächlich haben wir beispielsweise während unserer Kanutour bei Murg angeregt über das geplante Atom-Endlager auf Schweizer Seite diskutiert.

Nico Kiefer: Ich erinnere mich vor allem an unseren Stadtrundgang in Rheinfelden, bei dem wir länger über den Ausfall der Gewerbesteuer gesprochen haben. Grundsätzlich sollte die Tour aber auch zeigen: Das Angenehme lässt sich durchaus mit dem Nützlichen verbinden.

Wie können Sie dazu beitragen, die geäußerten Wünsche in die Tat umzusetzen?

Nico Kiefer: Oft haben uns Gemeinde- und Kreisräte auf unserer Tour begleitet. Sie können und werden die kommunalen Anliegen in die Gemeinderäte und den Kreistag tragen.

Peter Schallmayer: Daneben stehen wir in engem Austausch mit Rita Schwarzelühr-Sutter, die sich als SPD-Bundestagsabgeordnete ganz außerordentlich für Südbaden einsetzt. Und was die Anliegen auf Landesebene betrifft: Genau um diese voranzubringen, wollen wir den Wahlkreis gerne für die SPD zurückgewinnen.

Was war Ihr persönliches Highlight auf der Sommertour?

Peter Schallmayer: Grundsätzlich hatte jeder Programmpunkt seinen ganz eigenen Reiz, da fällt es schwer, einen klaren Favoriten zu benennen. Nachdenklich gestimmt hat mich aber unser Besuch im Kloster Marienburg: Vier Passionistinnen und eine Benediktinerin halten hier noch die Traditionen der Ewigen Anbetung, der Herstellung traditioneller Heilmittel und überhaupt das Klosterleben aufrecht. Ihre Hingabe, ihre Überzeugung, ihr Pflichtgefühl haben mich tief beeindruckt.

Nico Kiefer: Mich hat natürlich gefreut, dass wir in meiner eigenen Gemeinde Halt gemacht und dort Schulterschluss zwischen West und Ost geübt haben, und das bei einem guten Gläschen Hertener Johanniter.

Herr Schallmayer, Herr Kiefer, vielen Dank für das Gespräch!

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