Analyse „Aus Fehlern lernen“

Eine vertiefte Analyse einer Bundestagswahl, der Themenauswahl, der Organisationskraft, der Rolle der Parteizentrale, der zeitlichen Abläufe und der Kampagne insgesamt hat sich die SPD noch nie geleistet. Nicht nach der Wahl 2005, die mit einer starken Aufholjagd von Gerhard Schröder zu Recht als Unikat gelten darf; aber auch nicht nach den Wahlen 2009 und 2013, die bereits erhebliche strukturelle und organisatorische Schwächen offenbarten. Eine eingehende Befassung mit den beiden letzten Kampagnen hätte bereits dazu beigetragen, bei der Vorbereitung der Bundestagswahl 2017 eine Reihe von Fehlern und Defiziten zu vermeiden.

Umso mehr beweist die Entscheidung des ehemaligen Parteivorsitzenden, des Schatzmeisters und des Generalsekretärs, eine vertiefende Analyse in Auftrag zu geben, politischen Mut. Nicht jeder Parteivorsitzende hätte nach einem solchen Ergebnis sein Einverständnis für eine Aufarbeitung gegeben. Courage hatten aber auch zahlreiche GesprächspartnerInnen, die von der Arbeitsgruppe befragt wurden. Darunter waren BundesministerInnen ebenso wie Oberbürgermeister, Beschäftigte im Willy-Brandt-Haus ebenso wie Landesgeschäftsführer, alte Hasen und junge Wilde, Menschen, die mitten drinsteckten in der Kampagne, aber auch kluge Köpfe, die den Wahlkampf eher von außen beobachtet haben.

Analyse und Fazit finden sich hier.

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